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Vienna von Eva Menasse - Buch für die Stadt 2018 mit Ingrid Ittel-Fernau und Monika Kampmann

Am Dienstag, 6. November fand bereits zum 8. Mal die Vorstellung des Buches für die Stadt Köln und die Region mit Ingrid Ittel-Fernau und Monika Kampmann in der Stadtbücherei St. Walburga statt. Der Förderverein "Bücherwurm" der Stadtbibliothek ermöglichte diese literarisch-musikalische Zeitreise ins 20. Jahrhundert.

Nach der Begrüßung der zahlreichen Besucher/innen durch Dorothee Rosenthal, Leiterin der Stadtbibliothek, freute sich auch Ursula Höfer über die sehr gute Resonanz auf das Angebot des Fördervereins, gab einen kurzen Einblick in dessen Arbeit und wünschte allen einen abwechslungsreichen Abend.

Dieser gestaltete sich äußerst kurzweilig durch das hervorragende Zusammenspiel des von Ingrid Ittel-Fernau übernommenen literarischen und von Monika Kampmann, teilweise auch beiden Akteurinnen, musikalisch untermalten Parts. Ein wirklich eingespieltes Team, dem man die Freude an der gemeinsamen Arbeit anmerkt.

Vienna von Eva Menasse ist zwar streckenweise eine sehr humorvolle Lektüre mit viel Sprachwitz, aber nicht unbedingt leicht zu lesen, auch wenn der Beginn des Buches diese Vermutung nahelegt: Mit der Geburt des Vaters der Autorin, der viel zu plötzlich und umhüllt von einem Pelzmantel diesen, als er das Licht der Welt erblickt, ruiniert, wird der Leser mitten in eine ungewöhnliche Familie katapultiert.

Vienna ist vielschichtig, sowohl thematisch als auch stilistisch und sprachlich. Vienna ist Biografie, durchbrochen von fiktionalen Elementen, Gesellschafts-, Familien- und Epochenroman der Vor- und Nachkriegszeit. Eva Menasse schildert Familienkonstellationen, Fremd- und Selbsteinschätzung, Fremdbestimmung und Selbstverwirklichung. Zeitsprünge der dargestellten Epoche, wechselnde Erzählperspektiven, namenlose Charaktere, nur durch ihren Verwandtschaftgrad benannt, können dabei zu Stolpersteinen bei der Lektüre werden.

Ingrid Ittel-Fernau gelang es sehr gut, u.a. durch eine selbst verfasste Aufstellung der familiären Beziehungsverhältnisse mit wichtigen Merkmalen der Personen, einen Einblick in die religiösen (katholischen als auch jüdischen) und kulturellen Wurzeln sowie die daraus resultierenden Diskussionen, Konfrontationen und Probleme der Familie zu vermitteln. In dieser Familie wurde im Alltag und an Festen "gebrüllt, gelacht und gestritten" .

Monika Kampmann griff mit ihrer Auswahl an hochdeutschen und Liedern in Mundart wie "Festtag", "Jeden Tag so zu leben, als würde es nur diesen geben...", "Zick es Jlöck" (von Björn Heuser) und "Lääv, lääv, lääv" (Höhner) Gedanken der vorgetragenen Textpassagen auf, bezog die Anwesenden mit ihren eigenen Erfahrungen ein, stimmte den ein oder anderen etwas nachdenklich, zauberte allen aber auch ein Lächeln ins Gesicht.

Alle Anwesenden waren sich einig:

Es war wieder einmal ein sehr gelungener Abend!

Hautnah und ohne Berührungsängste - Lesung mit Manfred Theisen aus "Monsterland"

In den Herbstferien ermöglichte es der Förderverein Bücherwurm 25 Kindern der OGS Immekeppel, den Kölner Autor Manfred Theisen live in der Stadtbibliothek zu erleben.

Betreut von Tanja van Gameren, Einrichtungsleitung der OGS, und Christiane Miebach, Mitarbeiterin der Stadtbücherei, lernten die Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren auf unterhaltsame Weise den Autor und sein Buch "Monsterland" kennen. Manfred Theisen versteht es hervorragend, die Kinder in seinen Lesungen mit einzubeziehen und ließ sie selbst Teile des Buches vorlesen.

Im Anschluss forderte er die Kinder auf, sich ihre Lieblingsbücher in der Bücherei auszusuchen. Diese folgten seiner Aufforderung mit Begeisterung und im gemeinsamen, intensiven Gespräch wurden diese und andere Lieblingsbücher allen nähergebracht.

Bücherei so intensiv zu erleben war für die Kinder etwas Besonderes und sie stellten viele Fragen rund um die Bücherei, die ihnen C. Miebach gerne beantwortete. So erhielten die Kinder nicht nur einen tollen Einblick in die Arbeit des Autors, sondern erlebten die Stadtbücherei selbst auch hautnah und als Ort, an dem man sich sehr wohlfühlen kann.

Es war wie immer eine gelungene Veranstaltung mit Manfred Theisen, der bereits Anfang des Jahres die Lesebegeisterung der Kinder der OGS Vilkerath stärkte.

Nach der Begrüßung der zahlreichen Besucher/innen durch Dorothee Rosenthal, Leiterin der Stadtbibliothek, freute sich auch Ursula Höfer über die sehr gute Resonanz auf das Angebot des Fördervereins, gab einen kurzen Einblick in dessen Arbeit und wünschte allen einen abwechslungsreichen Abend.

Dieser gestaltete sich äußerst kurzweilig durch das hervorragende Zusammenspiel des von Ingrid Ittel-Fernau übernommenen literarischen und von Monika Kampmann, teilweise auch beiden Akteurinnen, musikalisch untermalten Parts. Ein wirklich eingespieltes Team, dem man die Freude an der gemeinsamen Arbeit anmerkt.

Vienna von Eva Menasse ist zwar streckenweise eine sehr humorvolle Lektüre mit viel Sprachwitz, aber nicht unbedingt leicht zu lesen, auch wenn der Beginn des Buches diese Vermutung nahelegt: Mit der Geburt des Vaters der Autorin, der viel zu plötzlich und umhüllt von einem Pelzmantel diesen, als er das Licht der Welt erblickt, ruiniert, wird der Leser mitten in eine ungewöhnliche Familie katapultiert.

Vienna ist vielschichtig, sowohl thematisch als auch stilistisch und sprachlich. Vienna ist Biografie, durchbrochen von fiktionalen Elementen, Gesellschafts-, Familien- und Epochenroman der Vor- und Nachkriegszeit. Eva Menasse schildert Familienkonstellationen, Fremd- und Selbsteinschätzung, Fremdbestimmung und Selbstverwirklichung. Zeitsprünge der dargestellten Epoche, wechselnde Erzählperspektiven, namenlose Charaktere, nur durch ihren Verwandtschaftgrad benannt, können dabei zu Stolpersteinen bei der Lektüre werden.

Ingrid Ittel-Fernau gelang es sehr gut, u.a. durch eine selbst verfasste Aufstellung der familiären Beziehungsverhältnisse mit wichtigen Merkmalen der Personen, einen Einblick in die religiösen (katholischen als auch jüdischen) und kulturellen Wurzeln sowie die daraus resultierenden Diskussionen, Konfrontationen und Probleme der Familie zu vermitteln. In dieser Familie wurde im Alltag und an Festen "gebrüllt, gelacht und gestritten" .

Monika Kampmann griff mit ihrer Auswahl an hochdeutschen und Liedern in Mundart wie "Festtag", "Jeden Tag so zu leben, als würde es nur diesen geben...", "Zick es Jlöck" (von Björn Heuser) und "Lääv, lääv, lääv" (Höhner) Gedanken der vorgetragenen Textpassagen auf, bezog die Anwesenden mit ihren eigenen Erfahrungen ein, stimmte den ein oder anderen etwas nachdenklich, zauberte allen aber auch ein Lächeln ins Gesicht.

Alle Anwesenden waren sich einig:

Es war wieder einmal ein sehr gelungener Abend!

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